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1. Halbjahr 2017: Gesamtüberblick über den österreichischen Wohnungsmarkt

31.08.2017
1. Halbjahr 2017: Gesamtüberblick über den österreichischen Wohnungsmarkt

1. Halbjahr 2017: Gesamtüberblick über den österreichischen Wohnungsmarkt




Eigentumswohnungen: Quadratmeterpreise um +5% gestiegen

Über 25.000 Verkäufe, Preise ziehen im unteren Preissegment spürbar an




Der Wohnungsmarkt in Österreich boomt unverändert: Zum vierten Mal in Folge steigende Verkaufszahlen und zum dritten Mal in Folge ein absoluter Rekord. Im ersten Halbjahr 2017 wurden im Österreichischen Grundbuch laut RE/MAX Austria ImmoSpiegel 25.160 Wohnungsverkäufe verbüchert. Das sind um +7,9% mehr als von Jänner bis Juni 2016 und beinahe doppelt so viele wie im Jahr 2013 (+92,6%).



Der Gesamtwert der im ersten Halbjahr gehandelten Wohnungen übersprang dabei erstmals die 5 Mrd. Euro-Marke. Das Plus von 15,2% gegenüber 2016 bedeutet einen Verkaufswert von 5,3 Mrd. Euro am heimischen Wohnungsmarkt in nur 6 Monaten!



Damit hat der Wohnungsmarkt am Gesamtimmobilienmarkt weiter an Bedeutung gewonnen: Die Anzahl der im ersten Halbjahr 2017 verbücherten Wohnungen beträgt mittlerweile 41,7% vom Gesamt-Immobilienmarkt (2016: 39,2%). Der Gesamtwert dieser Wohnungen repräsentiert mittlerweile stolze 38,2% aller Immobilienverkäufe in Österreich (2016: 35,1%).



Diese Zahlen hat Österreichs größtes Immobilien-Experten-Netzwerk auf Basis aller im ersten Halbjahr 2017 in Österreich in den Amtlichen Grundbüchern durchgeführten Verbücherungen berechnet. Diese Datenquelle enthält – im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen – die Gesamtheit aller tatsächlichen Immobilien-Transaktionen in Österreich. Die Daten-Bereitstellung als Kaufvertragssammlung erfolgte durch IMMOunited – den Experten für Immobiliendaten.



„Zum dritten Mal in Folge nach 2015 und 2016 erleben wir einen neuen Allzeit-Rekord am Eigentums-Wohnungsmarkt. Die Anzahl der verkauften Wohnungen ist im ersten Halbjahr 2017 um -0,5% geringer gewachsen als 2016. Trotzdem: +7,9% mehr als im Jahr 2016 ist schon beachtlich und zeigt den ungebrochenen Zuspruch zu Wohnungen als Wohn- bzw. Anlageform und zur Altersvorsorge. Daran wird sich mangels Alternativen auch nicht so schnell etwas ändern“, sagt der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA.



WOHNUNGSPREISE in Österreich



Eigentumswohnungspreise um 6,6% im Plus!



Österreichweit sind laut RE/MAX Austria im Jahresvergleich Jänner bis Juni die Wohnungspreise im Schnitt für eine typische Eigentumswohnung um +6,6% auf 190.603 Euro gestiegen. Das sind um +35,9% mehr als noch vor 5 Jahren.

Jede 4. Wohnung kostete heuer weniger als 113.975 Euro.



Der Wertanstieg im Jahresvergleich liegt im unteren Preissegment bei +9,5% und im fünf Jahresvergleich bei exakt +50,0%. Dagegen sind im oberen Preisviertel die Entwicklungen viel moderater: 257.500 Euro oder mehr investierte jeder vierte Käufer in seinen Wohnungskauf. Das sind +4,4% mehr als 2016 und +33,4% mehr als vor 5 Jahren.



„Die unterschiedliche Preisdynamik am unteren und oberen Ende des Preisspektrums zeigt klar: Es ist eine wesentlich stärkere Nachfrage nach billigeren Wohnungen vorhanden, als derzeit am Markt verfügbar. Schließlich ist dies das Einsteigerpreissegment für viele, die erstmals Eigentum erwerben wollen, aber auch für Investoren tendenziell interessanter als Wohnungen in höheren Preissegmenten. Am oberen Ende dämpft die signifikant geringere Nachfrage die Preisentwicklung und hält sie damit in Grenzen“, erklärt Mag. Anton Nenning, Marketingchef bei RE/MAX Austria.



Quadratmeter-Preise 2017 im Plus: +5,0%



Bundesweit kostete ein typischer Quadratmeter einer Eigentumswohnung im ersten Halbjahr heuer 3.045 Euro und damit um +5,0% mehr als im Vorjahr und um +39,8% mehr als noch vor 5 Jahren.



Die Bandbreite der Quadratmeterpreise in Österreich ist beachtlich, wird aber tendenziell geringer: Die Grenze zum untersten Viertel aller Quadratmeterpreise übersprang erstmals klar die 2.000 Euro Marke und liegt 2017 bei 2.183 Euro. Die Grenze zum oberen Preisviertel liegt dagegen bei 3.887 Euro. Alle anderen Quadratmeterpreise lagen dazwischen. So sind die niedrigeren Quadratmeterpreise um +9,3% gestiegen, die höheren dagegen „nur“ um +4,5%.



Weitere Details zum Eigentumswohnungsmarkt in Österreich finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise.



WIEN:



Mehr Verkäufe, wieder steigende Preise



In Wien wurden nach den Analysen der RE/MAX-Experten heuer im ersten Halbjahr 7.276 Wohnungen im Grundbuch verbüchert. Das sind 28,9% aller in Österreich gehandelten Wohnungen und vergleichsweise nur wenig mehr, nämlich +4,7% zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Der Gesamtwert aller in Wien ver- und gekauften Eigentumswohnungen stieg dabei im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um +13,6% auf 1,78 Mrd. Euro.



Für welche Ecken Wiens waren die Grundbuchsgerichte besonders fleißig?



Enorme Kauf- und Verkaufstätigkeiten und damit viele Verbücherungsakten verzeichnete das Amtl. Grundbuch in Favoriten mit 807 Wohnungs-Verbücherungen, im Bezirk Landstraße mit 579, in Liesing mit 497, in der Donaustadt mit 493 und in Floridsdorf mit 440 Transaktionen. In Prozenten gerechnet war der Verkaufszuwachs in Liesing am höchsten (mehr als verdoppelt), dahinter liegen die Bezirke Innere Stadt, Rudolfsheim-Fünfhaus und Mariahilf. Insgesamt wurden in 13 Bezirken mehr Wohnungen verkauft als im Vorjahr und in 10 Bezirken weniger.



Wiener Wohnungspreis knapp über Rekordhoch 2014



Der durchschnittliche Preis für eine Wiener Eigentumswohnung lag im ersten Halbjahr 2017 bei 218.749 Euro. Das sind um +15.000 Euro mehr als 2016 und um +21.000 Euro mehr als 2015, aber nur um +1.000 Euro mehr als im ersten Halbjahr 2014, dem bisherigen Preismaximum.



Ein Viertel aller Wiener Wohnungen kostete heuer weniger als 136.662 Euro und ein weiteres Viertel mehr als 286.303 Euro, die andere Hälfte lag dazwischen.



Im Schnitt haben die Wiener Eigentumswohnungspreise nach den RE/MAX-Experten zum Vorjahr um +7,6% angezogen, jene im unteren Segment um +17,3% und jene im oberen Preissegment um +2,3%.



Erheblicher Preissprung im Ersten



Wenngleich die Verkaufszahlen im ersten Halbjahr 2017 im ersten Bezirk mit 71 verbücherten Wohnungen mehr als doppelt so hoch sind wie im Vorjahresvergleichszeitraum, so sind sie trotzdem statistisch gesehen eine schmale Basis. Die zeigt jedoch ein neues All-Time-High beim Wohnungspreis mit 913.333 Euro im Schnitt, das sind um 225.275 Euro mehr als im ersten Halbjahr des Vorjahres.



Alleine die Preissteigerung im Ersten von 2016 auf 2017 ist somit höher als die aktuellen durchschnittlichen Gesamt-Wohnungspreise in den Bezirken Mariahilf, Favoriten, Simmering, Meidling, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring, Hernals, Brigittenau und Florisdorf.



In 6 Bezirken liegen die Eigentumswohnungspreise unter dem Vorjahr, nämlich in Mariahilf, Neubau, Josefstadt, Hietzing, Hernals und Döbling.



Die höchsten prozentuellen Wertsteigerungen waren in den Bezirken Alsergrund, Rudolfsheim-Fünfhaus, Innere Stadt, Liesing, Simmering und Floridsdorf zu verzeichnen.



Wiener Quadratmeterpreis: plus 5%



Der Quadratmeter einer typischen Wiener Eigentumswohnung kostete heuer im ersten Halbjahr 3.693 Euro und damit um +5,1% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, um +7,9% mehr als 2014, aber auch um +53,3% mehr als 2012.



Ein Viertel aller Wohnungskäufer bezahlten weniger als 2.879 Euro pro Quadratmeter, das sind um +9,4% mehr als im Vorjahr und +12,3% mehr als vor 3 Jahren.



Die teuersten 25% aller Wiener Wohnungen wechselten um mindestens 4.454 Euro pro Quadratmeter die Eigentümer, um +3,3% teurer als noch ein Jahr zuvor.

Im Vorjahr war die Preisdynamik im oberen Preissegment höher, heuer dagegen wieder im unteren“, bemerkt Reikersdorfer.



Quadratmeterpreis: Wieden hinter Innere Stadt, vor Josefstadt und Alsergrund



Die Innere Stadt kratzt mit dem typischen Quadratmeterpreis an der 10.000er Grenze.

Die 9.913 Euro liegen +7,2% über dem Wert von 2015 und +4,4% über 2013.



Wieden hat mit 5.386 Euro den zweiten Rang gehalten, wenngleich auch Josefstadt und Alsergrund stark aufgeholt haben und erstmals bei über 5.000 Euro/m² liegen.



Danach rangieren Mariahilf (4.743 Euro), Neubau (4.654 Euro), Währing (4.302 Euro) und erst dann die Nobel-Bezirke Hietzing (4.251 Euro) und Döbling (4.207 Euro). Auch der Bezirk Landstraße schaffte wieder die 4.000er-Grenze mit 4.179 Euro. Weitere 12 Bezirke liegen noch über der 3.000 Euro Marke, Favoriten rutschte mit 2.929 Euro pro Quadratmeter gerade noch unten durch.



Die Wertsteigerungen zum Vorjahr waren in Liesing (+32,1%), Mariahilf (+26,7%), Josefstadt (+23,3%) und Alsergund (+20,4%) am höchsten. „Der Wertanstieg im Ersten war zwar prozentuell zum Vorjahr noch höher, aber in einem statistischen Durchhänger nach unten im Vorjahr begründet und nicht in einem Preissprung heuer“, ergänzt Nenning.



Weitere Details zum Wiener Markt für Eigentumswohnungen finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#wien.



Bundesländer: Steiermark führt nach der Anzahl, Tirol nach dem Wert



STEIERMARK



Grüne Mark ist zweitgrößter Wohnungsmarkt



In der Steiermark, dem zweitgrößten Bundesländer-Wohnungsmarkt, bewegte sich etwas mehr als die Hälfte von dem in Wien. Wertmäßig war es allerdings nicht einmal ein Drittel. Im ersten Halbjahr 2017 wurden 3.698 Wohnungen neu verbüchert, um satte +14,2% mehr als im ersten Halbjahr 2016. Der Gesamtverkaufswert übersprang erstmals locker und deutlich die Halbe-Milliarde-Grenze und landete bei 556 Mio. Euro. Das sind nach den Analysen der RE/MAX-Experten +24,0% mehr als im Vorjahr und mehr als das Dreifache von 2009.



Die steirischen Eigentumswohnungspreise sind heuer im ersten Halbjahr insgesamt um +9,1% gestiegen und liegen im Schnitt bei 139.011 Euro. Ein Viertel der Wohnungen kostete weniger als 89.495 Euro und ein Viertel mehr als 181.719 Euro. Die Preissteigerungen waren im unteren Preisviertel drei Mal so hoch wie im oberen. In Summe war die Steiermark aber dennoch das zweitbilligste Wohnungs-Bundesland.

Die Quadratmeterpreise haben um +9,3%, auf durchschnittlich 2.268 Euro, angezogen.



56,1% aller steirischen Wohnungskäufe, nämlich 2.076 Einheiten, wurden im ersten Halbjahr in Graz registriert, damit ist der Hauptstadt-Anteil auch wieder annähernd auf dem Niveau von 2015 nach einem Einbruch von -6,8 Prozentpunkten im Vorjahr.



„Erstmals in der Geschichte der Stadt Graz registrierte das Amtliche Grundbuch mehr als 2.000 Wohnungstransaktionen im ersten Halbjahr. Das sind um ein Viertel mehr als im Vorjahr und fast zwei Drittel mehr als vor 3 Jahren. Der Markt und die Rahmenbedingungen für einen Wohnungs-Kauf und -Verkauf sind in Graz derzeit einfach sehr gut“, zeigt sich Mag. Margot Clement (RE/MAX For All, Graz) begeistert.



366 Mio. Euro ist der Grazer Eigentumswohnungsmarkt im ersten Halbjahr schwer, die weiteren 190 Mio. Euro verteilen sich auf die anderen Bezirke, vor allem auf Graz-Umgebung (62 Mio. Euro) und Liezen (35 Mio. Euro). Beim Wert pro verkaufter Wohnung hat die Stadt Graz mit 162.385 Euro wieder die Führungsrolle vor Graz-Umgebung mit 145.948 Euro übernommen.



Im Vergleich zu den Wiener Bezirken kommt man nur in Wien 15 günstiger zu einer Wohnung als in der Stadt Graz.



Der Preisabstand zu den anderen steirischen Bezirken ist nicht nur auf die Lage zurückzuführen. In der Stadt und Graz-Umgebung ist auch der Neubau- und Erstbezugsanteil bei den Wohnungen mit 45% in der Stadt und 41% in Graz-Umgebung wesentlich höher als im Landesdurchschnitt, der bei 35% liegt“, so Ing. Alois Marchel von RE/MAX Classic in Graz.



Im Bezirk Deutschlandsberg bezahlten die Wohnungskäufer heuer im Schnitt 124.283 Euro pro Wohnungseinheit, im Bezirk Weiz (124.071 Euro), in Liezen (121.639 Euro) und im Bezirk Leibnitz (114.522 Euro). Hartberg-Fürstenfeld (112.397 Euro) und Voitsberg (102.269 Euro) folgen. Unter 100.000 Euro lagen die Verkaufspreise der typischen Wohnungen in den Bezirken Südoststeiermark (97.295 Euro), Leoben (77.500 Euro), Bruck-Mürzzuschlag (68.101 Euro), Murau (60.884 Euro) und Murtal mit 59.117 Euro.



Mehr Informationen zum steirischen Wohnungsmarkt finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#steiermark.



TIROL



20% mehr Wohnungskäufe als 2016



Die Wohnungskäufe und -verkäufe in Tirol haben sich innerhalb von 5 Jahren verdoppelt. Zumindest deuten die Halbjahreswerte 2017 stark darauf hin. Während 2012 gerade einmal 1.569 Wohneinheiten im ersten Halbjahr die Eigentümer wechselten, waren es heuer 3.101, um +20,1% mehr als im Rekordjahr 2016.



Diese phänomenalen Zuwächse kommen vor allem aus dem Bezirk Innsbruck Land (+42%) und dem Bezirk Schwaz (+68%). „243 zusätzliche Wohnungsverkäufe im Halbjahr im Bezirk Innsbruck Land lt. Grundbuch zeugen von der starken Dynamik der Region“, freut sich Bernd Senn von RE/MAX Residence in Telfs. Seine Kollegin, Andrea Kolb von RE/MAX Residence in Schwaz, ergänzt: „Der Zuwachs von +142 zusätzlichen Wohnungskäufen in Schwaz ist größer als die Anzahl der Wohnungen, die in den Jahren 2012 und davor überhaupt gehandelt wurden. Dies ist unter anderem auf die enorm hohe Neubau-Rate von gut 40% zurückzuführen.“ Weitere Zuwächse gibt es auch in der Stadt Innsbruck, in Imst, Kufstein und in Landeck. Dagegen finden sich Kitzbühel und Lienz noch unter den Vorjahreswerten. „Im Bezirk Kitzbühel dürfen wir trotzdem nicht jammern“, so Christian Pfurtscheller, MBA von RE/MAX Premium, „immerhin ist das heuer bisher das zweitbeste Ergebnis der Geschichte.“ Lienz-Osttirol liegt nach 2 Spitzenjahren laut Ursula Profer-Thonhauser von RE/MAX Invest immer noch weit über dem langjährigen Schnitt.



Auch der Verkaufswert der Tiroler Wohnungen ist nach Aussage der RE/MAX-Experten weiter gestiegen, nämlich auf 744 Mio. Euro. Damit liegt das Bundesland Tirol – gemessen am Wert der gehandelten Eigentumswohnungen – hinter Wien und weit vor allen anderen Bundesländern auf Rang 2. Die Verkaufswert-Steigerung liegt mit +17,8% weit über dem Vorjahr, aber unter der Mengensteigerung.



Tiroler Wohnungspreise unter Vorjahr aber höher als in den Jahren zuvor



212.277 Euro als Kaufpreis für eine verkaufte Tiroler Wohnung im ersten Halbjahr 2017, das sind um -1,8% weniger als im Vorjahr. Die Wohnungspreise im unteren Preisviertel sind sogar um -8,9% zurückgegangen auf höchstens 123.000 Euro, dagegen jene im oberen Preisviertel nur um -0,2% auf mindestens 280.000 Euro. „Vielfach betrifft das untere Preisviertel kleine Wohnungen. Die Preise für diese Wohnungen sind in den letzten Jahren überproportional gestiegen, eine entsprechende Preiskorrektur ist zu bemerken“, sagt Arno Wimmer von RE/MAX Immoreal in Innsbruck und Bundessprecher der Immobilienmakler Österreichs, „weiters erfolgt eine zunehmende Differenzierung der Wohnungspreise abhängig von der Lage, der Größe, der Ausstattung, der Höhe der Betriebskosten und anstehender Sanierungen sowie der vorhandenen Infrastruktur.“



Die Preisentwicklung an sich ist in den Tiroler Bezirken uneinheitlich. Die beiden wichtigsten Bezirke, nämlich Innsbruck Stadt mit 836 und Innsbruck Land mit 821 Wohnungsverbücherungen, zeigen rückläufige Preise. So liegen die Halbjahreswerte in der Stadt um -13,9% unter den Vorjahrespreisen und in Innsbruck Land um -9,8% unter 2016. Weil Innsbruck Land und Innsbruck Stadt zusammen mehr als die Hälfte des Tiroler Wohnungsmarkts darstellen, schlägt das auf den Landesschnitt entsprechend durch.



Weitere Details zum Tiroler Wohnungsmarkt finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#tirol.



NIEDERÖSTERREICH



Spürbare Preissteigerungen im Wiener Speckgürtel 



Niederösterreich ist seit heuer nur mehr der viertgrößte Wohnungsmarkt unter den Bundesländern, noch hinter Tirol und den traditionell starken Wohnungsmärkten in der Steiermark und in Wien.



Der Zuwachs der gelb-blauen Wohnungsverkäufe war unter dem Bundesdurchschnitt und lag bei +3,4% oder 99 Wohneinheiten. Insgesamt hatten die Grundbücher zwischen Gänserndorf und Amstetten 2.982 neue Wohnungseigentümer einzutragen.



Einige Vergleiche zum Vorjahr auf Bezirksebene leiden unter der Neuverteilung der Orte des ehemaligen Bezirks Wien-Umgebung; immerhin war dieser ja im Vorjahr hinter Mödling jener mit der zweitgrößten Verkaufszahl (518 Wohneinheiten im Halbjahr). Demzufolge sind die neuen Heimatbezirke Bruck/Leitha, St. Pölten Land und Tulln zahlenmäßig massiv gewachsen: St. Pölten Land von 99 heuer verbücherten Wohneinheiten auf 214, Tulln von 109 auf 289 und Bruck/Leitha sogar von 31 auf 237.



Trotzdem bleiben die Bezirke mit der höchsten Wohnungsverkaufszahl Mödling (632) und Baden (348). Erst dann folgen Tulln, Korneuburg (240), Bruck/Leitha, St. Pölten Land und Wr. Neustadt (Stadt und Land mit 194 verkauften Wohnungen) sowie Gänserndorf (123) und Mistelbach (107). Alle anderen Bezirke lagen heuer im Halbjahr unter 100 Stück.



Die neuen Wohnungseigentümer in Niederösterreich bezahlten dafür in Summe 518 Mio. Euro, um +11,9% mehr als im Halbjahr zuvor. Die Wohnungspreise in Niederösterreich haben zum Vorjahrsvergleichszeitraum um insgesamt +8,8% zugelegt. Eine typische Eigentumswohnung kam heuer auf 164.185 Euro. Zuoberst auf dem Podest der Wohnungspreise sehen die RE/MAX-Experten den Bezirk Mödling mit 220.740 Euro



(+ 22,3%), Rang 2 geht an den Bezirk Tulln mit 202.107 Euro (+1,1%) und der dritte Platz an den Bezirk Korneuburg mit 191.326 Euro.



Die Preis-Bandbreite ist – wie üblich aufgrund der Preisspreizung zwischen dem Waldviertel und dem Wiener Umland – entsprechend groß: 25% der Wohnungen kosteten in Niederösterreich weniger als 102.543 Euro (+11,7%) und 25% kosteten mehr als 225.000 Euro (+9,8%).



Der Bezirk Bruck/Leitha folgt mit Wohnungspreisen von 176.655 Euro. Knapp beisammen liegen die Werte in Baden mit 164.324 Euro (+2,0%) und in Mistelbach mit 160.632 Euro (+11,4%). Mit einigem Abstand folgt die Gruppe Krems Stadt und Land mit 144.569 Euro



(+ 17%), St. Pölten Land mit 141.516 Euro und Gänserndorf mit 138.607 Euro (-5,8%). Um 10.000 Euro billiger gibt es eine Wohnung in Wr. Neustadt (Stadt und Land zusammen: 128.079 Euro). Der nächste Preissprung, nämlich der zur Landeshauptstadt, beträgt dann sogar 18.000 Euro (109.997 Euro). Amstetten mit der Statutarstadt Waidhofen/Ybbs bewegt sich mit 107.968 Euro (-0,1%) für eine Wohnung beinahe auf St. Pöltner Niveau. Der Bezirk Melk liegt bei 81.748 Euro (+9,3%) und der Bezirk Neunkirchen bei 74.815 Euro.



„In einigen Bezirken sind die verbücherten Mengen noch relativ gering, daher ist die statistische Sicherheit der typischen Preise noch nicht voll entwickelt“, mahnt Nenning zur Vorsicht. Diese berechneten Durchschnittspreise liegen in Hollabrunn bei 160.258 Euro, in Zwettl bei 111.744 Euro, in Scheibbs bei 104.322 und in Waidhofen/Thaya bei 101.292 Euro, im Bezirk Horn bei 79.495 Euro, in Lilienfeld bei 67.675 Euro und in Gmünd bei 48.175 Euro.



Mehr Zahlenmaterial zum Eigentumswohnungsmarkt in Niederösterreich finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#niederoesterreich.



OBERÖSTERREICH



Mehr als eine halbe Milliarde Euro für neue Wohnungskäufe im ersten Halbjahr



2.790 verkaufte Eigentumswohnungen im ersten Halbjahr 2017 bescheren Oberösterreich laut RE/MAX ImmoSpiegel den Platz exakt in der Mitte unter Österreichs Bundesländern und ein Plus von +6,3% im Vergleich zum Halbjahr 2016.



Gegenüber den Jahren 2012 und 2013 bedeutet das mehr als eine Verdoppelung der Verkäufe. Erstmals überstieg laut RE/MAX ImmoSpiegel der Wert dieser verbücherten Eigentumswohnungen im ersten Halbjahr eine halbe Milliarde Euro, genau genommen 506 Millionen, um +15,6% mehr als im Jahr zuvor.



Die Verkaufspreise für Eigentumswohnungen lagen im ersten Halbjahr im Schnitt bei 173.970 Euro, das sind +10,1% mehr als 2016. Ein Viertel aller OÖ-Wohnungen gab es um 114.124 Euro (+14,1%) oder weniger. Wer wollte und konnte, hat nach den Analysen der RE/MAX-Experten für eine Wohnung aus dem obersten Preisviertel 232.000 Euro hingelegt, ebenfalls um +10,1% mehr als noch vor einem Jahr.



Linzer Wohnungsmarkt mit weniger Verkäufen  



Die meisten Wohnungen Oberösterreichs wurden im ersten Halbjahr 2016 in Linz verkauft, nämlich 698. Heuer waren es nur 633, also -9,3% weniger. „Das ist aber immer noch der zweithöchste Wert seit 2012“, beruhigt Kurt Gattringer, MBA, von RE/MAX Linz City. Als Begründung für diesen Rückgang nennt Gattringer „unter anderem die Preise, die in Linz derzeit für viele Kaufinteressenten zu hoch sind.“ In Linz lag der typische Preis für eine Wohnung bei 191.203 Euro, um +9,8% über dem Halbjahreswert des Vorjahres, gleichzeitig aber um -8.000 Euro unter dem Rekord aus dem Jahr 2014. Die Preisgrenze zum unteren Viertel aller Linzer Wohnungspreise lag heuer bei 121.626 Euro. Das entspricht im Jahresvergleich einem Minus von -2,8%. Die Grenze zum oberen Viertel ist dagegen um +20,0% auf 259.000 Euro gestiegen.



Linz Land verkauft erheblich mehr Wohnungen



Bei den Wohnungsverbücherungen hatte die Grundbuchstelle am Bezirksgericht Linz Land Zuwachsraten um mehr als die Hälfte zu bewältigen. 460 heuer statt 294 im Vorjahr.



Die Durchschnittspreise sind auf 203.096 Euro geklettert, eine Folge von überproportional vielen Neubauten. Die Erstbezugsquote lag nämlich bei mehr als der Hälfte.



Der traditionell umsatzstarke Bezirk Gmunden liegt im Halbjahr noch hinter dem Vorjahr: 310 Wohnungsverkäufe, um -6,3% weniger als im Jahr zuvor.



Der Preis dafür: typischerweise 147.752 Euro, um +5,1% mehr als im Vorjahr. Im Bezirk Vöcklabruck waren es dagegen 291 Wohnungen (+7,4%) um 194.082 Euro (-0,7%).



Kräftig zugelegt hat auch Wels (Stadt und Land): mit 302 Einheiten ein Plus von 82 Eigentumswohnungsverkäufen. Die Preise dagegen leicht rückläufig mit 158.584 Euro (-2,2%). „Das Angebot an Eigentumswohnungen war größer als in den Jahren zuvor, das hat sich positiv sowohl auf die Anzahl der Verkäufe als auch geringfügig auf die Preise ausgewirkt“, so Ronald Lechner vom Büro RE/MAX Dein Daheim in Wels.



Braunau zeigt eine leicht steigende Tendenz: 166 Wohnungsverkäufe, um +19 Einheiten mehr als 2016 zu einem Durchschnittspreis von 131.006 Euro (+6,6%).



In Steyr (Stadt und Land) fehlten dagegen mit 135 Wohnungsverbücherungen 20 auf das Vorjahreshalbjahr. Die durchschnittlich verkauften Wohnungspreise haben um +17,7% auf 174.967 Euro angezogen. „Den Mengeneinbruch beobachten wir gleichermaßen im Neubau wie bei Gebrauchtimmobilien. Der Preisauftrieb ist über alle Segmente feststellbar, er ist nur bei Neubauten derzeit rund 3x so hoch wie bei Gebrauchtwohnungen und wird von vielen Kaufinteressenten noch nicht akzeptiert. Der Erstbezugsanteil liegt zwar nur bei 28% und trotzdem herrscht ein Gefühl von Überangebot“, meint DI Friedrich Mader von RE/MAX Alpha, Steyr.



Urfahr-Umgebung registrierte 111 Wohnungseigentümerwechsel und liegt damit zwar auch hinter dem Vorjahr, allerdings bei gleichbleibenden Preisen von 179.071 Euro (+0,5%).



Im Bezirk Ried kosteten die Wohnungen 153.283 Euro, in Perg 188.530 Euro. Aufgrund der geringeren Verkaufsmengen haben die Preise für die folgenden Bezirke zum Halbjahr noch eine geringe statistische Absicherung:



Eferding 169.627 Euro (+21,8%), Freistadt 116.471 Euro (-1,4%), Grieskirchen 113.756 Euro (+0,6%), Kirchdorf/Krems 122.990 Euro (+33,9%) und Rohrbach 152.599 Euro (+0,4%).



Weitere Informationen zum oberösterreichischen Markt für Eigentumswohnungen finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#oberoesterreich.



SALZBURG



Erstmals über 500 Mio. Euro im ersten Halbjahr in Wohnungen investiert



Um genau 40 Mio. Euro mehr als im ersten Halbjahr 2016 steckten die Wohnungskäufer im Bundesland Salzburg in ihre Wohnungsinvestments, in Summe 514 Mio. Euro. Die Zuwächse kamen von den Landbezirken und nicht von der Landeshauptstadt, denn dort fehlten im ersten Halbjahr 2017 RE/MAX Austria Statistik zufolge mit 203 Mio. Euro gut 10 Mio. Euro auf das Vorjahr. Dabei sind die Verkaufsmengen über das Bundesland nahezu konstant geblieben: 2.109 Wohneinheiten sind um +1,5% mehr als in den ersten 6 Monaten des Vorjahres. Auch hier haben alle Landbezirke zugelegt und die Stadt verloren.



Das Bundesland Salzburg zeichnete sich in den vergangenen Jahren oft durch besonders hohe Preis-Steigerungsraten aus. Gemäß den RE/MAX-Experten haben die typischen Wohnungspreise im Bundesland heuer um +8,5% angezogen und liegen somit bei 227.931 Euro. Das ist hinter Tirol, Wien und Vorarlberg die viertkleinste Steigerungsrate im Bundesgebiet. Trotzdem ergibt das den zweithöchsten Durchschnitts-Wohnungspreis unter den Bundesländern, nur mehr einen Prozentpunkt hinter dem Spitzenreiter Vorarlberg.



Hinter dieser Salzburger Entwicklung steckt nicht so sehr die Stadt mit 749 verbücherten Wohnungen (-8,3%) um 248.049 Euro (+6,8%), sondern die für Wohnungen besonders wichtigen Bezirke Salzburg-Umgebung mit 467 Einheiten (+1,7%) um 241.386 Euro (+17,2%) und Zell/See mit 428 Wohnungen (+5,4%) um 232.203 Euro (+11,1%).



Nicht mehr ganz so trendbeeinflussend sind die Preise der 244 Wohnungen (+10 Einheiten) um durchschnittlich 183.944 Euro (+0,4%) im Pongau und die 174 Einheiten (+31) im Tennengau um statistisch jeweils 188.107 Euro (+3,0%).



Der Lungau zeigt, welche Auswirkungen Neubauprojekte in einem kleinen Markt auf die Zahlen haben können: 47 Wohnungen, um 29 (!) mehr als im Vorjahr. Davon sind 33 Neubauten und 14 Gebrauchtimmobilien. Das treibt den Durchschnittspreis um stolze +48.000 Euro auf 173.288 Euro.



Weitere Informationen zum Salzburger Markt für Eigentumswohnungen finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#salzburg.



VORARLBERG



Rückgang um -7,1% bei den Verkäufen, Preis +2,6%



Trotz Rückgang der Verkaufsaktivitäten im Wohnungsbereich um -7,1% behielt Vorarlberg den 7. Rang im Bundesländervergleich hinter Salzburg und vor Kärnten. Mit 1.432 Wohneinheiten rangierte der Ländle-Wohnungsmarkt hinter dem Vorjahr, aber trotzdem vor allen anderen Vergleichszeiträumen seit Start des RE/MAX ImmoSpiegels im Jahr 2009. Diese Grundbuchszahlen spiegeln den gesamten Vorarlberger Markt wider – also sowohl Erstbezug als auch die Gebraucht-Wohnungen.  



Wertmäßig bedeutet dies ein Investitionsvolumen in Wohnungen im ersten Halbjahr von 347 Mio. Euro, um -2,9% weniger als im Halbjahr 2016. „Natürlich ist der Rückgang bei den Wohnungsverkäufen für alle spürbar, für die Immobilienbranche genauso wie für die Konsumenten. Aber wir bewegen uns auf hohem Niveau, denn vor nur 3 Jahren betrugen die Wohnungs-Verbücherungen in Vorarlberg lediglich 950 Einheiten“, stellt Reinhard Götze von RE/MAX Immowest in Vorarlberg die Relationen klar.



Der Rückgang zeichnet sich grundsätzlich in allen 4 Bezirken ab. Während er sich in Bludenz, Bregenz und Dornbirn mit -9, -12 und -14 Wohnungen in Grenzen hielt, traf es Feldkirch mit voller Wucht: 75 Wohnungen weniger, statt 427 im ersten Halbjahr 2016 heuer nur mehr 352 Einheiten. Dieser Rückgang ist vor allem auch darauf zurückzuführen, dass es in Vorarlberg sehr wenig Ressourcen für den Wohnbau gibt, denn Grundstücke sind derzeit rar und kommen nur selten am Markt.



Die Preisentwicklung pro Wohnung verlief in den Bezirken unterschiedlich: Für Bregenz weisen die RE/MAX-Experten ein Plus von 1,3% aus und einen typischen Kaufpreis von 246.368 Euro pro Eigentumswohnung. Bludenz kommt mit +10,2% auf 245.414 Euro, Feldkirch mit +8,4% auf 240.886 Euro. In Dornbirn dagegen verliert der typische Wohnungspreis -8,0% und sinkt auf 193.424 Euro pro Wohnung. Im Landesschnitt lag der Wohnungspreis heuer bei 231.000 Euro und somit um +2,6% über dem Vorjahreshalbjahr.



Zur sozialen Verträglichkeit der Vorarlberger Wohnungspreise: Ein Viertel der Eigentumswohnungen haben maximal 148.366 Euro gekostet und damit um -4,3% weniger als 2016. Das obere Preisviertel beginnt in Vorarlberg bei 305.359 Euro. Damit kostet eine Wohnung im gehobenen Segment in Vorarlberg um 19.000 Euro mehr als in Wien und 25.000 Euro mehr als in Tirol.



Weitere Informationen zum Eigentumswohnungsmarkt in Vorarlberg finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#vorarlberg.



KÄRNTEN



Anzahl der verkauften Wohnungen um ein Viertel über dem Vorjahr,Wert sogar um die Hälfte höher



Um ganze 7 Wohnungen, also um Haaresbreite, hat Kärnten nach einer Steigerung der verkauften Wohnungen um +267 im ersten Halbjahr auf dem Wohnungsmarkt den 7. Platz verpasst und Vorarlberg den Vortritt lassen müssen.



1.407 verbücherte Wohnungen heuer sind um +23,4% mehr als im Vorjahreszeitraum. Vor allem ist auch der Gesamtwert der verbücherten Eigentumswohnungen um +52,9% oder satte +98 Mio. Euro auf 283 Mio. geradezu explodiert.



Die extrem positive Wohnungsstimmung liegt beinahe gleichmäßig über dem gesamten Bundesland: Außer St. Veit/Glan (-14) liegen alle Bezirke auf oder über dem Vorjahresniveau: Besonders die Landeshauptstadt zeigt Dynamik: 586 verbücherte Wohnungen im Halbjahr (+19,8%) um durchschnittlich 166.931 Euro (+13,5%). Villach Stadt und Land weisen zusammen 290 Wohnungsverbücherungen auf, um +13,7% mehr als im Vorjahr. Der typische Preis dafür lag bei 162.152 Euro (+7,7%). Für den Bezirk Spittal/Drau melden die RE/MAX-Experten 201 Verkäufe, um +40,6% als im Vorjahr und einen Sprung beim typischen Preis um +15.000 Euro auf 214.925 Euro bedingt durch einen überdurchschnittlich hohen Neubauanteil (41%). Im Bezirk Klagenfurt-Land – der Wörthersee lässt grüßen – wurden hochwertige Neubauprojekte verkauft. Das bewirkt eine Steigerung der Menge um 53,9% und mehr als eine Verdoppelung des Durchschnittspreises.



Die Preise in den Bezirken mit geringen Absatzmengen: Feldkirchen 122.062 Euro (+10,7%), Hermagor 150.243 Euro (-31,8%), St. Veit/Glan 96.455 Euro (-2,7%), Völkermarkt 100.932 Euro (+25,5%) und Wolfsberg 116.137 Euro (+23,5%).



Die Preisspreizung der Kärntner Wohnungspreise ist hoch: 99.000 Euro oder weniger kosten die günstigeren 25% der Wohnungen. In Feldkirchen, St. Veit und Völkermarkt sogar unter 70.000 Euro. Dagegen schlagen die teureren 25% aller Wohnungen im Landesschnitt mit mindestens 240.285 Euro zu Buche.



Wie teuer Wasser sein kann, sieht man in Klagenfurt-Umgebung. Ein phantastischer Blick darauf schlägt sich für die Top 25% Wohnungen mit Wohnungspreisen von 433.550 Euro und mehr nieder. Auch der Bezirk Spittal kennt das Wasserblick-Phänomen: 311.832 Euro für eine der Top-25%-Wohnungen.



Weitere Informationen zum Kärntner Markt für Eigentumswohnungen finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#kaernten.



BURGENLAND



Höchstes Wachstum aller Bundesländer in Prozent bei Wert und Menge



Das Burgenland liegt wie schon im Vorjahr im ersten Halbjahr 2017 am Ende der Bundes-länderliste, aber weit über dem Trend: +28,1% mehr Verkäufe als zuvor, in Summe 365, quasi jeden Tag eine Wohnung erfolgreich verkauft. Damit liegt das Burgenland zwischen Ottakring und Rudolfsheim-Fünfhaus, den mengenmäßig acht- und neuntstärksten Wiener Bezirken.



Der Zuwachs am Verkaufswert der Wohnungen liegt sogar bei +54,5%, das übertrifft sogar die hervorragend performenden Kärntner. Die burgenländischen Grundbücher kommen im Halbjahr auf 39 Mio. Euro neu verbücherte Wohnungswerte. Auch die Wohnungspreise haben über alle Bezirke auf 102.188 Euro angezogen und im Schnitt um +24,4% zugelegt. Wichtigste Teil-Märkte sind Eisenstadt (Stadt und Land und Rust) – zum Halbjahr bei 147 Einheiten um 110.564 Euro (+19,7%) und Neusiedl mit 89 Wohnungen um 117.877 Euro (+24,6%).



Die statistisch noch wenig abgesicherten Wohnungspreise von Oberwart liegen bei 85.853 Euro und von Mattersburg bei 89.111 Euro. Im Bezirk Güssing wurden 20 Wohnungen, in Oberpullendorf 15 und in Jennersdorf 9 verbüchert.



Interessant auch noch die Preis-Bandbreite: Ein Viertel aller Burgenländer-Wohnungen kostete weniger als 70.000 Euro und ein Viertel mehr als 131.000 Euro. Auch eine Top 25%-Wohnung in Neusiedl mit 147.371 Euro oder in Eisenstadt mit 138.094 Euro sind im Bundesvergleich noch immer ein Schnäppchen.



Weitere Informationen zum Eigentumswohnungsmarkt in Burgenland finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#burgenland.



ERSTBEZUGS- und GEBRAUCHTIMMOBILIEN



Im ersten Halbjahr waren 31,7% der verbücherten Wohnungen Bauträger-Objekte, also Neubauten oder Generalsanierungen. Der Anteil war um +1,5% höher als im Vorjahr. Die Anteile an Erstbezugswohnungen in den verschiedenen Bundesländern schwankt zwischen 9% im Burgenland und 40% in Salzburg. Die Steiermark und Kärnten liegen bei 35%, Wien und Oberösterreich bei 33%, Tirol bei 28% und Niederösterreich und Vorarlberg bei 25%.



Die durchschnittlichen Preise für Neubau-Eigentumswohnungen in Österreich liegen bei 247.025 Euro (+3,7%), jene von Gebraucht-Wohnungen bei 163.898 Euro (+7,2%). Die unterschiedliche Preisentwicklung ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass die gehandelten Neubauwohnungen im Jahresvergleich um -2,9% kleinere Durchschnittsgrößen aufweisen, die Gebrauchtwohnungen dagegen um +2,6% größere Flächen als im Vorjahr.



Im Österreich-Schnitt sind Erstbezugswohnungen um +50,7% teurer als gebrauchte. Der Wert streut in Vorarlberg, Tirol, Steiermark, Salzburg und Oberösterreich zwischen 47% und 58%. In Niederösterreich liegt der Erstbezugsaufschlag bei +69%, in Kärnten bei +93% und im Burgenland bei +109%. In Wien dagegen liegt der Erstbezugsaufschlag nur bei +33%.



Das teuerste Neubau-Wohnungsbundesland ist heuer Vorarlberg mit 303.910 Euro pro Wohnung, dahinter das Bundesland Salzburg mit 290.392 Euro. Es folgen Tirol mit 282.883 Euro, Wien mit 259.568 Euro, Kärnten mit 256.049 Euro, Niederösterreich mit 236.857 Euro, Oberösterreich mit 227.908 Euro, mit 199.247 Euro das Burgenland und mit 177.931 Euro die Steiermark.



Die Preisentwicklungen für Neubauwohnungen in den Bundesländern zum Vorjahr beginnen leicht negativ mit -3,1% in Wien und -1,4% in der Steiermark und reichen weiter von +4,0% in Salzburg, +6,7% in Tirol und +8,9% in Oberösterreich über +9,9% in Vorarlberg und +14,4% in Niederösterreich bzw. bis zu +19,5% in Kärnten und einer Beinahe-Verdopplung im Burgenland.



Weitere Informationen dazu finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/erstbezug.



WOHNUNGSPREIS-PROGNOSE AUS DEM INTERNET



Ein wichtiger Indikator für die allernächste Zukunft ist die Veränderung der Anzahl der Immobilien-Angebote im Internet. Im RE/MAX Web-Radar analysiert RE/MAX Austria das Angebot aller wesentlichen Plattformen im Internet und nicht nur das Angebot einer einzigen. Die Imabis GmbH, ein Unternehmen der Roland Schmid Group, liefert die Grunddaten dazu: Der im Internet sichtbare Immobilienmarkt wird erfasst und die über Makler, Bauträger oder Genossenschaften angebotenen Immobilien ebenso abgebildet wie jene von Privatanbietern.



„Mit dem RE/MAX Web-Radar haben wir ein zuverlässiges Instrument zum Vergleich der aktuellen Angebotssituation mit der Vergangenheit. Das gibt uns wiederum gute Prognose-Möglichkeiten für die Zukunft“, erklärt Nenning.



Aus den Internet-Daten vom August ergibt sich für Österreich aktuell folgendes Bild: Das Angebot an Wohnimmobilien (Eigentumswohnungen und Häuser) ist im Vergleich zum Vorjahr spürbar rückläufig, nämlich um -8,3%.



„Das Angebot an Wohnimmobilien ist bereits seit Jahresbeginn rückläufig, die Nachfrage ist aber in weiten Teilen des Landes weiterhin ungebrochen gut. Dies hat dazu geführt, dass auch die Preise für Eigentumswohnungen im ersten Halbjahr 2017 in vielen Regionen angezogen haben“, so Reikersdorfer.



Sichere Zahlen aus dem Grundbuch



Die Grundlagen für die verlässlichsten verfügbaren Immobilien-Marktdaten in Österreich liefert das Grundbuch mit seinen öffentlich zugänglichen Kaufverträgen, die von der IMMOunited GmbH, den Experten für Immobiliendaten, in der Kaufvertrags-Sammlung vollständig erfasst und von RE/MAX Austria ausgewertet und analysiert werden. Nur diese Kombination erfüllt die 3 wesentlichen Kriterien für sichere, valide Daten:




„Perfekte Transaktionsdatensätze generieren wir nicht nur mit der Erfassung der Immobilienkaufverträge aus dem Grundbuch. Wir ergänzen diese Informationen zum Beispiel mit historisch erfassten Nutzwertgutachten, mit Hardfacts aus vorangegangenen Immobilieninseraten, mit Flächen- und Gebäudeinformationen aus dem österreichischen Grundstücksverzeichnis, mit Flächenwidmungen aus Flächenwidmungsplänen der österreichischen Bundesländer und verifizieren letztendlich die Ergebnisse mit wertvollen Informationen unserer Makler-Partnerunternehmen. Nur so können wir die beste Qualität unserer angebotenen Immobilien-Transaktionsdatensätze für unsere Kunden sicherstellen“, sagt Mag. Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer der IMMOunited GmbH.



Fotos: © RE/MAX, Abdruck honorarfrei




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